Warum gutes Korrekturlesen Zeit braucht

„Schau mal schnell drüber! Kannst du das kurz querlesen?“
Kommen dir diese Sätze bekannt vor?

Am 8. März ist Tag des Korrekturlesens – ein guter Anlass, um mit einem weitverbreiteten Mythos aufzuräumen: Professionelles Lesen ist weder kurz noch schnell.

LektorenInnen und KorrektorInnen widmen sich meist hauptberuflich dem genauen Hinsehen. Das bedeutet: Wir lesen Texte nicht „einfach so nebenbei“, sondern mit geschultem Blick, mit System – und mit viel Erfahrung.

Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat

Lektorat
– der Blick auf Inhalt, Struktur und Stil

Ein Lektorat bedeutet, einen Text sorgfältig und ganzheitlich zu prüfen. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen:

  • Sind sämtliche Schreibweisen einheitlich und alle Eigennamen korrekt?
  • Ist die Gliederung schlüssig und nachvollziehbar?
  • Hält der Text, was er in der Einleitung verspricht?
  • Stimmt die Länge im Hinblick auf Ziel und Medium?
  • Passt der Stil zur definierten Zielgruppe?
  • Überstehen die Inhalte einen Faktencheck?

Erst wenn all diese Punkte erfüllt sind und zusätzlich Rechtschreibung, Grammatik sowie Zeichensetzung stimmen, kommen wir dem berühmten „perfekten Text“ sehr nahe.

Ist das (noch) nicht der Fall, ist die Zusammenarbeit mit einer Lektorin oder einem Lektor eine sinnvolle Entscheidung – um Inhalte zu schärfen und den Text sowohl sprachlich als auch strukturell auf ein professionelles Niveau zu heben.

Korrektorat
– der prüfende Blick fürs Detail

Das Korrektorat konzentriert sich in der Regel auf:

  • Rechtschreibung
  • Grammatik
  • Zeichensetzung
  • Einheitliche Schreibweisen und korrekte Eigennamen
  • Den Gesamteindruck des Schriftsatzes: Abstände, Gliederung, Satzspiegel, Seitenformat, Zeilenbreite, Absätze sowie die Platzierung von Bildern und Tabellen

Dieser Schritt erfolgt idealerweise an der Endfassung eines Textes – also unmittelbar vor dem Druck, dem Versand oder der Online-Veröffentlichung.

Wo liegt die Grenze?

In der Praxis lassen sich Lektorat und Korrektorat nicht immer haarscharf voneinander trennen. Zudem hat jede Kundin und jeder Kunde unterschiedliche Bedürfnisse. Manchmal reicht ein abschließender Korrekturdurchgang, manchmal braucht es eine intensive inhaltliche Begleitung.

Wer braucht ein Lektorat oder Korrektorat?

Grundsätzlich alle, die Texte veröffentlichen – und dabei Wert auf Professionalität legen:

  • Unternehmen
  • Werbe- und PR-Agenturen
  • Verbände und Vereine
  • Übersetzungsbüros und Redaktionen
  • Studierende
  • Autor*innen und Verlage
  • Stiftungen, Museen, Institute und Behörden
  • Privatpersonen

Denn veröffentlichte Texte sind immer auch eine Visitenkarte – für die eigene Kompetenz, Sorgfalt und Glaubwürdigkeit.

Meine Angebote: https://www.rosnerbuero.at/lektorat-korrektorat/

 

 

 

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