Ein Punkt spielt in vielen Fällen einmal eine größere, einmal eine kleinere Rolle.
Am 15. September ist der internationale Tag des Punktes (International Dot Day).

Er ist eine geometrische Form, markiert einen bestimmten, genau markierten Ort, ist ein Fleck im Zusammenhang mit Kunst und Malerei und spielt in der Mathematik eine wichtige Rolle (ich sage hier nur: Schnittpunkte berechnen ☹). Der Punkt ist als ein festgelegter Zeitpunkt oder in seiner Funktion als Maßeinheit (z. B. bei der Musiknote) und besonders als ein zentrales Element in Schriften und Schriftzeichen nicht wegzudenken.

Als Korrektorin/Lektorin ist der Punkt für mich natürlich als Satzzeichen besonders wichtig.

Der Punkt beendet in der deutschen Sprache einen Aussagesatz und steht daher am Ende.
Beispiele: „Ich bin daheim.“ „Heute habe ich gut gekocht.“

Doch, wie immer, gibt es genug Ausnahmen. Keinen Punkt setzen wir nach Überschriften, nach Buch-, Aufsatz- oder Zeitungstiteln (hier lassen wir jedoch der künstlerischen Freiheit Raum 😊).

Der Punkt wird außerdem für Abkürzungen und in bestimmten Fällen zur Trennung verwendet. Aber es gibt auch Abkürzungen, die OHNE nachfolgenden Punkt geschrieben werden.

In der Regel kann man sagen, dass man Abkürzungen, die man als ganzes Wort ausspricht, mit Punkt schreibt.
Beispiele dazu sind: z. B., u. a., u. s. w., bzw.

Abkürzungen, die auch als Abkürzung ausgesprochen werden, schreibt man ohne Punkt.
Beispiele: ORF, ÖAMTC, GmbH

Der Punkt wird ebenso zur Trennung bei Datumsangaben (15.9.2021) und als Tausendertrennzeichen eingesetzt (60.000).

Ganz wichtig: der Punkt in der Braillesprache. Eine Kombination aus 6 Punkten ergibt 64 Kombinationen und eröffnet Blinden und Sehbehinderten die ganze Welt der Schrift.

Ein Pünktchen dazu

Der Punkt als Teil anderer Satzzeichen spielt hier seine Allgegenwart aus: Strichpunkte (;) Ausrufezeichen (!), Fragezeichen (?), Aufzählungszeichen in verschiedensten Formen und Größen (᛫ • ⦁ ● ∘), Auslassungszeichen (…) und sogar in doppelter Ausführung beim Doppelpunkt (:)

Dabei ist es interessant, dass man zur Not auf die Beistriche und die anderen Satzzeichen verzichten kann (aber NICHT soll 😊), selten jedoch auf die Punkte. Das Auge will einfach wissen, wo der eine Satz endet und der nächste beginnt. Sonst verliert es sich im Chaos der Wörter.

Und übrigens: Nach einem Satzende mit Punkt beginnt der nächste Satz immer mit einem Großbuchstaben!

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